SCHLÄGER FITTING TIPPS

Angepasste Schläger sollen individuelle Fähigkeiten fördern und noch mehr Spaß am Golfspiel bringen. Etwa fünfzig Prozent der Golfer spielen immer noch mit einem Standard-Schlägersatz. Eine zunehmende Zahl jedoch profitiert von individuell angepassten Schlägern.

Wenn wir von Custom Fitting sprechen, geht es vor allem um die Schaft-Länge, den Lie-Winkel, die Flexibilität des Schafts und die Größe des Griffs. Alle diese Faktoren können optimal auf den Spieler eingestellt werden. Doch bevor Sie mit dem Fitting-Prozess beginnen, sollten einige Fragen beantwortet werden: Soll schnell ein bestimmter Schwung-Fehler kompensiert werden oder geht es darum, auf längere Sicht das gesamte Spiel zu optimieren? Die Antwort ist für den Fitting-Prozess entscheidend.


Blades oder Eisen mit Cavity-Back?

´ Der Schlägerkopf `

Im ersten Schritt müssen Sie entscheiden, welchen Schlägerkopf Sie bevorzugen undwelcher zu Ihnen passt. Hier kommt es darauf an, wie oft Sie spielen und wie gut Sie den Ball treffen. Ein Beispiel: Wenn Sie seit vielen Jahren Blades spielen, kommen Sie möglicherweise mit einem breiteren Schlägerkopf mit mehr Offset nicht zurecht.

Blades hat einen höheren Schwerpunkt und weniger Offset und ist möglicherweise schwieriger zu spielen als ein größerer Schlägerkopf. Sie passen besser zu guten Spielern, die den Ball gerne steuern (Draw, Fade, etc.). Sie bringen ein besseres Feeling und mehr Ballkontrolle – also ein Vorteil für bessere Spieler.

Eisen mit Cavity-Back haben grundsätzlich eine größere Schlagfläche, weshalb der Ball nicht immer exakt getroffen werden muss. Sie haben einen niedrigeren Schwerpunkt, was zu einem höheren Abflugwinkel führt. Diese Eigenschaften verhelfen zu einer besseren Treffsicherheit und einer höheren Flugbahn.

‘ Der Schaft ‘

Stahl- oder Graphiteschaft? Grundsätzlich geht es um die Frage, ob Stahl- oder Graphiteschaft. Graphite sind generell leichter als Stahl und haben mehr Torsion. Das hilft Spielern, die eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit brauchen, um den Ball weiter zu schlagen. Der leichte Graphit verhilft körperlich schwächeren Spielern zu einem vollständigen Aufschwung.

Stahlschäfte sind schwerer und werden von besseren Spielern bevorzugt – von Spielern, die einen schnelleren Schwung haben und den Ball härter treffen. Das Extra-Gewicht sorgt für eine bessere Kontrolle des Schlägers während des gesamten Schwungs und zu einer geringeren Streuung.

Die nächste Frage ist, welcher Stahl- oder Graphiteschaft geeignet ist. Die lieferbaren Schäfte haben verschiedene Kick-Points, Drehmomente und sind unterschiedlich schwer.

Das führt zu unterschiedlichem Schlag-Feeling und verschiedenen Flugbahnen.

Ein Golfspieler, der nach einer höheren Flugbahn seiner Schläge strebt, profitiert von einem Schaft mit einem niedrigeren Kick-Point. Der Schaft biegt sich noch näher am Schlägerkopf, was zu einem höheren Abflugwinkel des Balls führt.

Ein Spieler mit einem harten Schlag bevorzugt vermutlich einen schwereren Schaft mit geringerer Torsion. Dies sorgt für ein solides Feeling während des gesamten Schlags, womit ein Maximum an Ballkontrolle vermittelt wird. Die niedrige Torsion hält den Schlägerkopf stabil und reduziert somit das Risiko, dass sich der Schlägerkopf im Treffmoment schließt.

‘ Die Schaft-Länge ‘

Diese hängt von zwei Faktoren ab – dem Abstand der Handknöchel zum Boden und den Schlageigenschaften des Spielers.

Die meisten Leute denken, dass die Länge des Schlägers in direktem Zusammenhang mit der Körpergröße steht. Ein Irrtum. So kann beispielsweise ein groß gewachsener Spieler sehr lange Arme haben. In diesem Fall bräuchte er einen kürzeren Schaft.

Die Körperhaltung des Spielers und die Frage, wie die Schlagfläche im Treffmoment steht, sind entscheidend, wenn es um die richtige Länge des Schaftes geht.

Die Entscheidung ist also auch davon abhängig, ob der Spieler eine perfekte Haltung einnehmen will oder bei seinem “nicht korrekten Schwung” bleiben will.

Der Spieler sollte sich zum Ball stellen und die von Ihm gewählte Haltung einnehmen, um ein perfektes Fitting zu erhalten. Dies wird mich Sicherheit zu einem solideren Schlag führen. Mit unterschiedlichen Schlägerlängen kann nun getestet werden, welche die geeignete ist.

Bedacht werden sollte, dass ein längerer Schaft zu einer höheren Schlägerkopfgeschwindigkeit führt, womit aber auch die Kontrolle abnimmt. Ein exakt ausgeführter Schlag ist aber wichtiger als die Schlagweite.

Deshalb empfehlen wir, einen möglichst kurzen Schaft zu verwenden. Vorausgesetzt, die Haltung beim Schlag ist für den Spieler angenehm und der Winkel der Schlagfläche im Treffmoment akzeptabel.

‘ Der Schaft-Flex ‘

Die Flexibilität des Schaftes ist nicht nur eine Frage der Schlägerkopfgeschwindigkeit. Das Schwungtempo an sich ist einer der wesentlichen Faktoren. Generell kann man sagen, dass eine höhere Geschwindigkeit einen steiferen Schaft erfordert.

Mindestens so wichtig ist das Tempo, mit dem der Schwung ausgeführt wird.Bei einem schnellen Schwung ist ein härterer Schaft mit niedriger Torsion sicher sinnvoll. Ein Spieler mit einer niedrigeren Schlägerkopfgeschwindigkeit oder einem langsamen, eher rhythmisch durchgeführten Schwungtempo sollte zu einem biegsameren, leichteren Schaft greifen. Denn damit lässt sich die Geschwindigkeit des Schlags erhöhen und eine bessere Weite erzielen.

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