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Schläger Fitting

Schläger Fitting

Was ist „Schläger-Fitting“?

Beim Fitting handelt es sich um das Anpassen des Equipments an die physischen Gegebenheiten des Golfspielers.

Die Schläger werden an den Spieler angepasst, wobei spiel- u. schwungrelevante Parameter (Körpergröße, Schwungverhalten und das damit verbundene Flugverhalten des Balles, Schlägerkopfgeschwindigkeit, etc.) in die Änderungen einbezogen und auf den Schläger „übertragen“ werden. Hierbei gibt es eine Vielzahl von Punkten, die beim anzupassenden Schläger verändert bzw. bei der Anpassung berücksichtigt werden können: Lie, Loft, Schäfte (Länge, Material, Flex, Kick-Point, Torque) und natürlich die Griffe.

Warum brauche ich ein „Schläger-Fitting“?

Die Antwort ist ganz einfach.

Weil JEDER Golfer mit einem zu ihm passenden Schlägersatz bessere Ergebnisse erzielt.

Besitze ich einen gefitteten Schlägersatz?

Wenn alle Ihre Schläger speziell für Sie hergestellt wurden, nachdem ein Pro, oder ein Clubfitter Sie ausgemessen und Ihre Schwungeigenschaften in einem dynamischen Fitting getestet hat, dann besitzen Sie einen gefitteten Schlägersatz. Wenn das nicht der Fall ist, sollten Sie Ihre Schläger einfach mal durchtesten lassen.

Beispiele:

„Ich bin Senior, also spiele ich einen Seniorenflex oder Light Flex.“

Der Schaft hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit der Geschwindigkeit, mit der ein Golfspieler einen Schläger bewegen kann. Sehr viele Damen spielen diese Light Flex Herrenschäfte, da Ladies Flex Schäfte Ihnen viel zu weich sind.

„Mein neuer Driver ist eigentlich super. Ich schlage viel weiter damit aber habe leider genau so viele Fehlschläge.“

Ein Tourspieler schlägt Driver mit einer durchschnittlichen Schaftlänge von 44,5 Inch. Die meisten Driver von der Stange sind 1,5 Inch länger. Lassen Sie Ihren Driver einfach mal ausmessen, warum sollen Sie es sich selbst schwer machen?

Statisches oder dynamisches Fitting?

1. Statisches Fitting

Hier werden die Körpergröße, die Länge der Arme, der Abstand der Handgelenke zum Boden, die Länge des längsten Fingers, etc. gemessen. Im Endeffekt wird hierdurch die Griffdicke, die Schlägerlänge und teilweise auch schon der Lie Winkel des Schlägers bestimmt.

Auch eventuelle körperliche Einschränkungen werden berücksichtigt.

2. Dynamisches Fitting

Während dieses Fittings werden mittels computergestützter Schwunganalyse das aktuelle Schwungverhalten, die Schwunggeschwindigkeit, Körperhaltung/-Beweglichkeit, der Treffmoment und etliche andere Parameter ermittelt, welche dann in eben dieses mit einfließen und eine optimale Anpassung ermöglichen.

Der  Lie-Winkel wird abhängig von der Körpergröße, der Armlänge und der Schwungebene angepasst und ist einer der wichtigsten Parameter für ein gutes Ergebnis.

Ebenso werden hier dann die verschiedenen Schafteigenschaften (Flex, Kickpoint, etc.) für den Spieler bestimmt. Ein statisches Fitting des Lie Winkels durch Messen der Körpereigenschaften ist bei Anfängern zu empfehlen, bei fortgeschrittenen Spielern ist eine dynamische Schwunganalyse unbedingt notwendig.

Bei professionelle Clubfittern ist es auch möglich, aufgrund bestimmter Winkelveränderungen ein Slice oder Hook zu beheben, sofern der Schwungfehler durch körperlichen Beeinträchtigungen entsteht, oder ähnlichem.

Meistens wird aber eine neutrale Einstellung bevorzugt und empfohlen, da die Korrektur von Schwungfehlern nicht Aufgabe des Clubfitters ist, sondern die eines Trainers.

Was passiert bei falschen Einstellungen?

1. Falscher Lie-Winkel

Sofern der Lie-Winkel zu aufrecht ist, fliegen die Bälle meist nach links, werden häufig dünn (getoppt) und mit der Ferse getroffen.

Bei einem zu flachen Lie-Winkel ist genau umgekehrt. Die Bälle ziehen rechts am Ziel vorbei, werden „fett“ (Schläger trifft stark den Boden) und meist mit der Spitze getroffen.

2.Falsche Schaft-Länge

Die Schaftlänge hat nicht zwangsläufig etwas mit der Größe des Spielers zu tun. Sie hängt direkt mit den Lie Winkeln der Schläger zusammen und muss immer gemeinsam angepasst werden. Mit falscher Schlägerlänge wird es allerdings schwer, Bälle vernünftig zu treffen.

Bei einer Verkürzung oder Verlängerung des Schaftes ändern sich natürlich das Gewicht und somit auch die Schwungeigenschaften. Dies muss berücksichtigt und auf die Schwungeigenschaften des Spielers angepasst werden.

3. Falscher Schaft-Flex

Ein falscher Flex führt zu Einbußen in der Genauigkeit und der Länge. Allerdings ist nicht der Körperbau entscheidend für die Wahl des Flex’s sondern ausschließlich die Geschwindigkeit, die man mit dem Schläger erzeugen kann.

Ist der Schaft zu weich, zieht der Ball nach links und ist eher flach, bei einem zu harten Schaft ist das Ergebnis umgekehrt.

Wenn Sie einen Regular Flex der Firma X spielen, bedeutet das nicht, dass der Schläger der Firma Y mit Regular Flex die gleichen Eigenschaften hat. Hier hilft nur das Messen der Schlägerfrequenz in Bezug auf Ihre Schwungeigenschaften.

4. Falscher Griff

Auch beim Griff kann es zum „Fehlgriff“ kommen. Ein falscher Griff beeinflusst die Handrotation.

Zu dicke Griffe führen zu einer langsameren Handrotation und hat zur Folge, das der Ball leicht nach rechts zieht. Bei zu dünnen Griffen geht’s nach links, da die Handrotation zu schnell/zu einfach ist.

Ab wann sollte man an ein Fitting denken?

Immer.

Der Anfänger kann mit einem statisch gefitteten Satz Schwungfehler minimieren, die mit sich einem nicht passenden Schläger automatisch einstellen. Er kann dadurch leichter lernen und vermeidet ärgerliche Verletzungen.

Der fortgeschrittene Spieler kann durch eine Schwunganalyse und durch eine Schlägerkontrolle diesen manchmal merkwürdigen und nicht zu behebenden Fehlschlägen auf die Spur kommen und seinen Score nachhaltig verbessern.

Sehr fortgeschrittene Spieler sind sich meistens der Bedeutung eines passenden Schlägersatzes bewusst und lassen sich Ihre Schläger mindestens einmal pro Saison einstellen und kontrollieren.

Lie – Ist der Winkel zwischen der Unterkante des Schlägerkopfes und des Schaftes.

Loft – Schlagflächenneigung

Flex – beschreibt die Biegsamkeit bzw. die Härte eines Schaftes

Kick-Point – hier erreicht der Schaft seine größte Biegung. Low – näher zum Schlägerkopf hin/ Mid – mittig / High – näher zum Griff hin. Der Kick-Point ist mitbestimmend für die Flugkurve.

Torque – ist die Verdrehung des Schafts um die eigene Achse. Eine niedrige Verdrehung erzeugt eine geringere Abweichung bei nicht mittig getroffenen Bällen, führt aber dazu, dass Schafte meist steifer werden.

Was bietet Golf Schule Richard Blgh

Wir bieten Ihnen eine absolut faire Beratung, da es nicht unser Ziel ist, immer neue Schläger zu verkaufen. Durch unsere moderne und vollständig ausgestattete Schlägerwerkstatt können wir Ihre Golfschläger auf „Herz und Nieren“ prüfen und dann unsere Empfehlung aussprechen.

Unsere Partner Titleist, Cobra und Mizuno bieten in unseren Räumlichkeiten in regelmäßigen Abständen Fitting Tage an, die Termine werden immer rechtzeitig bekanntgegeben, natürlich können Sie auch jederzeit einen persönlichen Termin mit uns vereinbaren.