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BISK-ANALYSE

Hier soll die BISK-Analyse helfen. Nein, es handelt sich nicht um eine neue Methode der Chartanalyse. Die überlasse ich weiterhin den Analysten, die mit Kaffeesatzleserei ahnungslose Anleger um ihr Erspartes bringen. Bei der BISK-Analyse geht es vielmehr um den Start in eine erfolgreiche Golfstunde und somit auch darum, wie das Stundenbuch im nächsten Jahr vielleicht wieder voller werden könnte.

BALLFLUG

Der vorherrschende Ballflug muss als Erstes bestimmt werden. Hierbei gibt es immer ein Muster, auch wenn Schüler auf die Frage „Was sind Ihre typisch schlechten Schläge?“, oft antworten: „Bei mir kommt eigentlich alles vor.“

Selbst Pull-Hooks und Push-Slices können gemeinsam auftreten und weisen z.B. auf einen Schläger hin, der kurz vor dem Treffmoment flach und vorne ist (Todes-Position). Wirklich widersprüchliche Ballflüge wären Push-Hooks im Wechsel mit Pull-Slices oder Treffer mit der Spitze im Wechsel mit Sockets. Doch das kommt in der Praxis mit fortgeschrittenen Golfern eigentlich nie vor.

Bei der Ballfluganalyse darf man sich nicht auf den Schüler verlassen; selbst einstellige Handicapper und sogar Pros sind oft nicht in der Lage, ihren Ballflug zu analysieren. Wer zum Beispiel zeitlebens starke Draws geschlagen hat, der sieht einen geraden Ball oft als Fade.

Gefährlich ist auch unsere Neigung, das zu sehen, was wir sehen möchten: Wir beobachten den Schwung des Schülers und diagnostizieren gleich einen Reverse-Pivot.

Von jetzt an nehmen wir nur noch die Ballflüge waren, die diese Diagnose unterstützen. Passen einige Bälle nicht zu unserer Diagnose, erklären wir sie für einmalige Ausrutscher. Wahrnehmung ist kein objektiver Vorgang – völlig zu Recht heißt es „für wahr nehmen“ oder „sich ein Bild machen“.

Wer sich bei nicht eindeutigen Fällen vor allzu großer Subjektivität schützen will, sollte zunächst ausschließlich den Ballflug beobachten und eventuell sogar die Ballflüge notieren, um die Häufigkeit gewisser Fehlschläge beurteilen zu können.

Anschließend sollten die Beobachtungen mit denen des Schülers abgeglichen werden. Dies gilt vor allen Dingen dann, wenn die eingangs geäußerte Beschreibung des Schülers nicht mit unseren Beobachtungen übereinstimmt.

Beispiel: „Sind wir uns einig, dass Ihre Bälle momentan eher slicen, auch wenn sie Ihrer Meinung nach sonst meist als Draw fliegen?“

IMPACT

Im zweiten Schritt sollten die Abweichungen vom Impact gefunden werden, die den vorherrschenden Ballflug erklären. Auch hier gilt es wieder, eine mentale Zentralverriegelung zu vermeiden:

Ein Pull heißt nicht immer, dass der Schläger von außen gekommen sein muss; ein getoppter Ball ist nicht immer gleich bedeutend mit einem zu flachen Eintreffwinkel.

  • Insgesamt sollten alle 8 Treffmomentfaktoren in die Analyse einbezogen werden:
  • Schlägerblattstellung
  • dynamischer Loft und Lie
  • horizontaler und vertikaler Eintreffwinkel
  • das Treffen des Sweetspots,horizontal wie vertikal (das ist die Bodenmenge)
  • und die Schlägerkopfgeschwindigkeit

Neben dem Ballflug kann man die abgenutzten Stellen auf den Schlägern analysieren und natürlich das Divot. Die Richtung, die Tiefe und die Stelle, an der das Divot relativ zum Ball beginnt, lassen sich leicht interpretieren.

Drei weitere Anomalien deuten auf einen zu flachen Schläger-Lie oder zu hohe Hände im Treffmoment:

Das Divot ist an der Spitze tief

Das Divot ist sehr dünn oder die Kanten sind schräg.

Letzteres ist nicht etwa ein Hinweis auf eine starke Unterarmrotation im Treffmoment, wie selbst ernannte Divot-Experten immer wieder gern behaupten.

Hilfreich können auch die Vorlieben des Spielers sein: Spielt er gerne Eisen oder Hölzer?

Setzt er seinen Driver ein (beides Hinweise auf Eintreffwinkel, Schlagflächenstellung, dynamischen Loft)?

Kann er pitchen oder nicht (Hinweis auf flaches Wegnehmen, geschlossenen Schläger oder flachen Eintreffwinkel)?

Spielt er gerne aus dem Rough? Wie gelingen Fairwayschläge im Vergleich zu Schlägen vom Tee (beides Hinweise auf den Eintreffwinkel)?

Spielt der einstellige Handicapper lieber Draws oder Fades (Hinweis auf Schlagflächenstellung und Schwungbahn)?

Spielt der Schüler gerne bei Wind oder nicht (Hinweis auf Eintreffwinkel und dynamischen Loft)?

Im zweiten Schritt sollten die Abweichungen vom Impact gefunden werden, die den vorherrschenden Ballflug erklären. Auch hier gilt es wieder, eine mentale Zentralverriegelung zu vermeiden:

Ein Pull heißt nicht immer, dass der Schläger von außen gekommen sein muss; ein getoppter Ball ist nicht immer gleich bedeutend mit einem zu flachen Eintreffwinkel.

  • Insgesamt sollten alle 8 Treffmomentfaktoren in die Analyse einbezogen werden:
  • Schlägerblattstellung
  • dynamischer Loft und Lie
  • horizontaler und vertikaler Eintreffwinkel
  • das Treffen des Sweetspots,horizontal wie vertikal (das ist die Bodenmenge)
  • und die Schlägerkopfgeschwindigkeit

Neben dem Ballflug kann man die abgenutzten Stellen auf den Schlägern analysieren und natürlich das Divot. Die Richtung, die Tiefe und die Stelle, an der das Divot relativ zum Ball beginnt, lassen sich leicht interpretieren.

Drei weitere Anomalien deuten auf einen zu flachen Schläger-Lie oder zu hohe Hände im Treffmoment:

Das Divot ist an der Spitze tief

Das Divot ist sehr dünn oder die Kanten sind schräg.

Letzteres ist nicht etwa ein Hinweis auf eine starke Unterarmrotation im Treffmoment, wie selbst ernannte Divot-Experten immer wieder gern behaupten.

Hilfreich können auch die Vorlieben des Spielers sein: Spielt er gerne Eisen oder Hölzer?

Setzt er seinen Driver ein (beides Hinweise auf Eintreffwinkel, Schlagflächenstellung, dynamischen Loft)?

Kann er pitchen oder nicht (Hinweis auf flaches Wegnehmen, geschlossenen Schläger oder flachen Eintreffwinkel)?

Spielt er gerne aus dem Rough? Wie gelingen Fairwayschläge im Vergleich zu Schlägen vom Tee (beides Hinweise auf den Eintreffwinkel)?

Spielt der einstellige Handicapper lieber Draws oder Fades (Hinweis auf Schlagflächenstellung und Schwungbahn)?

Spielt der Schüler gerne bei Wind oder nicht (Hinweis auf Eintreffwinkel und dynamischen Loft)?

SCHLÄGER

Schläger

Um den Vorgang zu vereinfachen, und nicht von der Flut der Informationen erschlagen zu werden, sollte man die Analyse des Schwunges untergliedern. Viele Autoren empfehlen hierzu Checklisten, anhand derer man jedes Detail einzeln überprüfen kann. Der Brennwert dieser Listen liegt jedoch meist erheblich über deren Gebrauchswert. Ich kenne außerdem niemanden, der solche Listen – mit teilweise über 50 Stichpunkten – tatsächlich im Unterricht einsetzt, denn hierzu sind Zeit wie Geduld des Schülers einfach zu knapp.

Verfahren wir also nach dem Prinzip Feuerzangenbowle und stelle mehr uns doch mal ganz dumm: Wonach richtet sich der Ball, wenn er entscheidet, wohin er fliegt? Da Golfbälle nur eine limitierte Intelligenz besitzen, sind sie nicht in der Lage, zu beurteilen, ob sich beispielsweise der Körper des Spielers ordnungsgemäß um die Achsen gedreht hat, die in der aktuellen Golfschwung-Theorie gültig sind. Sogar die Tatsache, dass sie vom Spieler im Treffmoment nicht angeschaut werden, scheint einigen Bällen völlig egal, wie das Beispiel David Duvall zeigt. Ob der Schläger den Ball jedoch offen trifft oder sich ihm auf einer zu steilen Bahn nähert, merkt der Geschlagene sehr wohl.

Wenn ich also Ball wäre und auf dem Weg zum Loch möglichst selten geschlagen zu werden hoffte und außerdem vor die Wahl gestellt würde, von einem Spieler mit perfekter Körperbewegung oder von einen mit perfekter Schlägerbewegung geschlagen zu werden, zöge ich letzteren grundsätzlich vor.

Auf Grund dieser einfachen Überlegungen beginnt die BISK-Analyse bei der Schwungbeobachtung mit dem Schläger – und zwar vom Treffmoment an rückwärts. Dies bedingt natürlich eine Videokamera. „Aber die hat doch nicht jeder“, höre ich den Anwalt der mittellosen Pros einwenden. Einspruch abgelehnt; denn ich bin sicher, dass die Zeiten, in denen gemeine Mallorca-Touristen videotechnisch besser ausgestattet sind als durchschnittliche Golfpros, spätestens in diesem Jahrhundert zu Ende gehen werden. Wenn der Schläger also zu steil oder zu offen an den Ball kommt, interessiert mich als Nächstes, wann er das erste Mal steil oder offen war. So fällt es leichter, Ursachen zu entdecken. Die immer noch populäre Methode, Ursachen zuerst zu beobachten – und zwar in der Ansprechposition –, und sich dann auf die Suche nach den Auswirkungen zu machen, wird zwar täglich immer noch tausendfach praktiziert, dadurch aber nicht weniger unsinnig.

KÖRPER

Körper

Erst jetzt – im vierten Schritt – wird der Körper analysiert. Unter Körper sind hier jedoch nicht nur Rumpf und Beine zu verstehen, sondern der ganze Mensch, inklusive Schultern, Unterarmen, Handgelenken, Fingern usw.

Es gilt nun zu klären, aus welchem Grund der Schläger offen oder vorn, spät oder flach an den Ball kommt. Wurden die Unterarme zum falschen Zeitpunkt rotiert? Haben sich die Handgelenke falsch gebeugt? Wurde der Körper zu früh gedreht, oder hat er sich seitlich falsch bewegt? Erst jetzt bekommt man Klarheit darüber, was man erklären soll, wie man demonstrieren muss und wie der Schüler am besten geführt wird. In diesem Schritt wird natürlich auch untersucht, wie Griff, Haltung, Stand und Ausrüstung zu den Abweichungen beitragen.

Bei der Erklärung sollte man im Übrigen genauso vorgehen. Beispiel: „Ihr Ball fliegt nach rechts (B), weil Ihr Schläger im Treffmoment nach rechts zeigt (I). Das liegt daran, dass das Griffende im Treffmoment zu weit vor dem Ball ist (S), weil Ihr Oberkörper sich im Abschwung zu schnell und zu weit in Richtung Ziel bewegt (K). Dass Ihr Gewicht sich schon beim Ansprechen überwiegend auf dem linken Fuß befindet, verstärkt das Problem zusätzlich.“

SPIELFORMEN BEIM GOLF

Handicapwirksame Spiele
Vorgabewirksame Spiele können nur unter Zählspielbedingungen durchgeführte Wettspiele in Turnieren sein. Es muss mit voller Vorgabe gespielt werden.
Der einzige vorgabewirksame Vierer ist der Vierball-Aggregat.

Zählspiel (Stroke) oder Medal-Play
Das Zählspiel wird nach den Golfregeln des Zählspiels, bei voller Vorgabe gespielt.
Die Schlagzahl wird nach jedem Loch eingetragen. Am Ende ergibt sie das Bruttoergebnis. Das Nettorergebnis errechnet sich aus dem Brutto abzüglich der Vorgabe (des Handicaps) des Spielers. Gewinner ist der Spieler mit dem niedrigsten Ergebnis, sowohl Brutto als auch Netto, je nach Ausschreibung.

Stableford
Das Wettspiel nach Stableford ist benannt nach Dr. Stableford, England 1931. Es wird berichtet, Dr. Stableford habe die Ewigkeitsrunden mit seiner Frau nicht mehr ertragen können und daher ein Punktsystem ersonnnen, mit dem seine Frau unter Zählspielbedingungen einerseits gute Ergebnisse erspielen konnte, andererseits aber auch völlig verkorkste Löcher streichen und den Ball aufheben konnte.
Wie dem auch sei, dieses Punktesystem erfreute sich immer grösserer Beliebtheit und wurde 1968 offiziell in die Golfregeln aufgenommen. Stableford wird heute immer häufiger als Wettkampf ausgetragen, nicht zuletzt auch, weil bei einem grossen Teilnehmerfeld der Spielfluss gewährleistet ist.
Stableford wird nach den Golfregeln des Zählspiels, bei voller Vorgabe gespielt.

Die Wertung erfolgt nach Punkten:
Doppel-Bogey, (zwei und mehr über Par) = 0 Punkte
Bogey (eins über Par) = 1 Punkt
Par = 2 Punkte
Birdie, eins unter Par = 3 Punkte
Eagle, zwei unter Par = 4 Punkte
Albatros, drei unter Par = 5 Punkte (nur bei Par 5)

Diese Punktewertung gilt sowohl für Brutto als auch Netto, man unterscheidet also Brutto- und Netto-Punkte. Gewinner – Brutto wie Netto – sind hier die Spieler mit den höchsten Punktzahlen.
In die Scorkarte trägt der Zähler des Spielers nur die Brutto-Schalgzahl ein, aber keine Punkte. Diese werden von der Spielleitung nach Abgabe der Karte berechnet.

Hat der Spieler eine Schlagzahl erreicht, für die es keinen Punkt mehr gibt, hebt er seinen Ball auf und trägt einen Strich ein. Wenn Sie aber weiterspielen, machen Sie sich unbeliebt.
Nicht vergessen: Langsames Spiel kann bestraft werden.

Nach einem ganz schlechten Loch (0 Punkte) ist nicht alles verloren, wie im Zählspiel, wo ein schlechtes Lochergebnis den Gesamtscore verdirbt.

Gegen Par (Bogey-Par)
Das Wettspiel Gegen Par wird nach den Regeln des Zählspiels, bei voller Vorgabe gespielt.
Sinn dieses Spieles ist es, gegen den Platz “Par” zu spielen.
Hier gibt es nur drei mögliche Ergebnisse pro Loch: Lochgewinn (+), Lochverlust (-) oder unentschieden (0).

Lochgewinn bedeutet besser als Par = +
Lochverlust bedeutet schlechter als Par = -
Unentschieden bedeutet Par = 0

Gewinner ist der Spieler, welcher am höchsten gegen den Platz gewonnen hat.

In der Scorkarte wird die Bruttoschlagzahl des Spielers eingetragen, die Auswertung übernimmt die Spielleitung.
Auch bei diesem Spiel sollte der Ball unaufgefordert aufgehoben werden, sobald ein Unentschieden oder ein Lochgewinn nicht mehr zu erreichen ist, um den Spielfluss nicht zu behindern. In diesem Fall wird ein Strich für das betreffende Loch eingetragen.

Die Höhe des Lochverlustes spielt keine Rolle, sie ergibt immer nur ein Minus (-).

Das Wettspiel gegen Par ist dem Lochwettspiel sehr ähnlich. Sie spielen hier Loch für Loch gegen einen imaginären Gegner, den Platz. Wenn Sie den Platz besiegen wollen müssen Sie besser als (Netto-) Par spielen.

Beachten Sie an jedem Loch die Vorgabeverteilung (Handicap), damit Sie wissen, wie viel Schläge Sie vor haben. Das wird Ihnen helfen, taktisch klug ihre Vorgabe zu nutzen.

Flaggenwettspiel (Flag)
Das Flaggenwettspiel wird nach den Regeln des Zählspiels, bei voller Vorgabe gespielt.
Jeder Spieler erhält eine Fahne für Brutto und/oder Netto, die er nach Ableistung seiner ihm zustehenden Schlagzahl dort steckt, wo sein Ball liegt.
Gewinner ist derjenige, der am weitesten mit seiner Fahne kommt, ggf. über das 18. Loch hinaus, Brutto sowie Netto.

Auf der Scorkarte werden die Brutto-Schlagzahl eingetragen, zusätzlich wird vermerkt, wo die Brutto- und / oder Netto-Fahne gesteckt sind. Die Spielleitung stellt dann die Gewinner fest.

Nicht handicapwirksame Spiele
Nicht vorgabewirksame Spiele sind: nicht nach den Zählspielregeln ausgetragene Wettspiele.
Alle Lochspiele und Vierer (Ausnahme Vierball-Aggregat) sind nicht vorgabewirksam. Sie können also Ihr Handicap nicht verbessern aber auch nicht verschlechtern.
Im Gegensatz zu vorgabewirksamen Spielen, wo immer die volle Vorgabe angerechnet wird, kann sie bei nicht vorgabewirksamen Spielen reduziert werden, z.B. auf ¾.

Match-Play (Lochwettspiel)
Das Lochwettspiel hat einen ganz anderen Charakter und andere Voraussetzungen als jedes andere Golfspiel, da hier der Spieler nicht gegen den Platz sondern gegen einen Gegner spielen muss.
Demensprechend gibt es auch keine Gesamtwertung für die Runde, sondern nach jedem Loch wird mit dem Gegner abgerechnet.

Es muss eine Entscheidung nach jedem Loch herbeigeführt werden; am Ende gibt es nur einen Gewinner.

Gespielt wird nach den offiziellen Regeln des Lochspiels, die hauptsächlich in Bezug auf Strafen von den Regeln des Zählspiels differieren.
So liegt der grösste Unterschied in der Behandlung der Strafen bei einem Regelverstoss. Im Zählspiel werden Strafschläge einfach dem Score hinzugezählt. Im Lochspiel, das Loch für Loch auf Gewinn gespielt wird, führt ein Regelverstoss bis auf wenige Ausnahmen zum Lochverlust.
Aber es gibt darüber hinaus noch eine Reihe von Besonderheiten bei den Lochspielregeln, deren Kenntnis dem Spieler auch helfen können.

So bekommen Sie beispielsweise im Zählspiel zwei Strafschläge, wenn Ihr Ball beim Putten den Ball eines Mitbewerbers berührt. Im Lochwettspiel werden Sie nicht bestraft. Das kann Ihnen Vorteile bringen.
Wenn Sie einen langen, abschüssigen Putt zu machen haben und Ihres Gegners Ball liegt kurz hinter dem Loch, dann fordern Sie Ihren Gegner auf , seinen Ball liegen zu lassen und nicht zu markieren, wozu der Gegner allerdings nicht verpflichtet ist. Wenn Ihr Putt nun viel zu lang gerät, könnte Ihres Gegners Ball Ihren vielleicht aufhalten.
Oder: Unter Zählspielregeln muss immer nach der Reihe gespielt werden. Im Vierball-lochspiel, wo Sie immer mit einem Partner spielen, darf Ihr Partner, der auf dem Green näher zum Loch liegt als Sie, ohne Strafe vor Ihnen putten, um Ihnen so die Puttlinie zu zeigen.
Und noch ein wichtiger Unterschied:
Im Lochwettspiel können Sie Ihrem Gegner jederzeit, wenn Sie wissen, Sie können nicht mehr gewinnen, das Loch oder sogar das ganze Match schenken.

Auf der Scorkarte wir ein plus (+) für Lochgewinn, eine Null (0) für Unentschieden (geteilt) oder ein Minus (-) für Lochverlust in der zugehörigen Spalte eingetragen.

Vorgabe: der Spieler mit der höheren Vorgabe erhält ¾ der Differenz zur Vorgabe seines Gegners.

Beispiel: Spieler A hat Handicap 26, Spieler B hat HCP 12.
Spieler A erhält die errechnete Vorgabe von 26-12 = 14, davon ¾ = 10,5, aufgerundet 11.

Ein Loch wird entweder gewonnen, verloren oder geteilt.

Klassischer Vierer
Beim klassischen Vierer schlagen die Spieler der Paarung abwechselnd. Sie entscheiden vorher, wer am ersten Tee abschlagen wird; den nächsten Schlag führt der Partner aus usw., bis zum letzten Putt.
Am nächsten Abschlag muss dann der andere Partner abschlagen, unabhängig davon, wer gerade eingelocht hat.
Das bedeutet, dass Partner A immer an den ungeraden Löchern abschlägt und Partner B immer an den geraden. Strafschläge beeinflussen die Spielreihenfolge nicht.

Wichtig: Wird ausser der Reihenfolge gespielt, zählt dieser Schlag nicht; der Ball wird an seine ursprüngliche Lage zurückgelegt, die Paarung erhält zwei Strafschläge und der richtige Partner spielt weiter.

Vorgabe: Auf- oder abgerundet halbe Summe der Vorgaben beider Spieler.

Greensome (Vierer mit Auswahldrive)
Der Unterschied zum klassischen Vierer besteht beim Vierer mit Auswahldrive (auch Greensome genannt) darin, dass beide Partner an jedem Loch abschlagen und sich dann für einen Ball entscheiden, den sie abwechselnd weiterspielen, bis das Loch beendet ist.
Beispiel: Spielerinnen A und B schlagen ab; A hat den besseren Drive, ihr Ball liegt Mitte Fairway, der Ball von B liegt im Rough. Die Partnerinnen entscheiden sich, den Ball von A weiterzuspielen und heben den Ball von B auf. Den zweiten Schlag muss B ausführen.

Vorgaben. Auf- oder abgerundete Summe aus 0,6 mal der niedrigeren Vorgabe und 0,4 mal der höheren Vorgabe.

0,6 x 10 = 6
+ 0,4 x 16 = 6,4 (abgerundet 6)
= Gesamt = 12

Chapman-Vierer (American Foursome)
Der Chapman-Vierer ist eine Vierer-Variante, bei der beide Partner an jedem Loch abschlagen. Den zweiten Schlag macht jeder Spieler mit dem Ball seines Partners, und erst nach diesem zweiten Schlag entscheiden sie sich, welchen Ball sie abwechselnd weiterspielen, bis das Loch beendet ist.
Beispiel: Spieler A und B schlagen ab, beide treffen das Fairway. Den zweiten Schlag macht A mit dem Ball von B und schlägt ins Rough. B macht seinen zweiten Schlag mit dem Ball von A, wieder Mitte Fairway. Die Partner entscheiden sich, diesen Ball weiterzuspielen, den Ball im Rough heben sie auf.
Den nächsten Schlag macht nun A und abwechselnd wird nun dieser Ball bis zum Einlochen gespielt.
Immer häufiger setzt sich folgende Regelung durch: An Par 3-Löchern schlagen beide Partner ab und wählen jetzt schon den besseren Ball, der bis zum Einlochen abwechselnd gespielt wird. Informieren Sie sich hierüber bei der Spielleitung.

Vorgabe: Auf- oder abgerundet halbe Summe der Vorgaben bieder Spieler.

Vierball – Bestball
Beim Vierball-Bestball spielen beide Partner jedes Loch mit ihrem eigenen Ball zu Ende. Das bessere Ergebnis beider Spieler wird eingetragen. Das kann, unter Berücksichtigung der Vorgabe, sogar die höhere Schlagzahl sein.
Vorgabe: In diesem Turnier bekommt jeder nur ¾ seiner Vorgabe zugeteilt.

Scramble ( Florida-, Texas, Teachers-)
Scramble sind Teamspiele. Jeder Spieler des Teams schlägt ab. Das Team entscheidet, welcher Ball am besten liegt. Hier droppen im Abstand von einer Schlägerlänge, nicht näher zum Loch, die anderen Spieler ihre Bälle und jeder führt seinen zweiten Schlag aus. So geht es weiter mit jedem Schlag, bis das Loch beendet ist. Auf dem Green werden die Bälle innerhalb einer Schlägerkopflänge, nicht näher zum Loch, hingelegt. Der besondere Reiz dieses Spieles macht aus, dass hierbei herausragende Ergebnisse erzielt werden und schlechte Schläge durch einen einzigen guten Schlag eines Teammitgliedes ausgeglichen werden können.
Pro Team wird nur eine Scorkarte geführt, auf der am Ende aber min. zwei Mitspieler unterschreiben sollten.

Querfeldein (Cross-Country)
Ein zur Förderung der Geselligkeit veranstaltest Spiel ist das Querfeldein, bei dem auf die festgesetzte Runde verzichtet wird.

Wie der Name schon sagt, wird quer über den Platz gespielt, wobei die Löcher nicht in gewohnter Form zusammengestellt sind. Zum Beispiel wird von Abschlag 1 auf Green 3 gespielt.
Erschwernisse und Vorschriften für die Ausführung eines Loches können das Spiel interessanter gestalten. So können Geschicklichkeitsproben verlangt werden, wie beispielsweise ein Abschlag auf den Knien oder ein erzwungener Bunkerschlag.
Gewitzte Spielführer positionieren die Fahne auch schon mal im Bunker.

Schnurcomeption (Bindfadenwettspiel)
Bei der Schnurcompetiton (auch Bindfadenwettspiel genannt) erhält jeder Spieler, je nach Vorgabe, ein angemessenes Stück Schnur. Zur Verbesserung der Lage des Balles, ohne Hinzurechnung eines Schlages, kann der Spieler wann und wo er will, seine Schnur benutzen, indem er sie zwischen ursprünglicher und neuer Lage des Balles spannt und danach diese Länge zum Entwerten abschneidet. Ist die Schnur aufgebraucht, muss die Runde normal beendet werden. Vergisst nicht ein Messer mitzubringen. Entscheidend ist die Taktik, sich die Schnur für 18 Löcher einzuteilen.

Portugiesischer Einschläger
Der Portugiesische Einschläger ist ein Mannschaftsspiel mit vier Spielern.
Jeder Spieler darf nur einen Schläger für die gesamte Runde wählen, einer muss aber den Putter nehmen. Die Partner spielen in einer vorher festgesetzten Reihenfolge, die über alle Löcher geht.
Das Team erhält als Vorgabe 3/8 auf die Vorgabesumme der Mitspieler.
Spieler A nimmt zum Beispiel Holz 3, Spieler B das Eisen 5, Spieler C Eisen 9 und Spieler D hat den Putter. Loch 1, Par 4, Spieler A schlägt ab, Spieler B schlägt sein Eisen 5 aufs Green, Spieler C muss seinen Putt mit dem Eisen 9 machen (aufpassen aufs Green). Sollte er einlochen, muss Spieler D am zweiten Loch mit dem Putter abschlagen und Spieler A den zweiten Schlag mit dem Holz 3 machen, usw.
Die Reihenfolge bleibt also immer gleich, vom Abschlag bis zum 18. Loch und ändert sich nicht nach Vollendung eines Loches.

Shanghai-Vierer
Der Shanghai-Vierer ist eine Variation des Vierers mit Auswahldrive (Greensome). Beide Partner schlagen an jedem Loch ab, aber anstatt auszuwählen, welchen Ball sie weiterschlagen wollen, entscheiden das ihre Gegner.
Da die Gegner wahrscheinlich den schlechteren Ball wählen werden, sind skandalöse Ergebnisse zu erwarten – also ein Spiel für starke Nerven.

Vierball – Aggregat
Dieses Wettspiel wird normalerweise als Stableford-Vierer mit voller Vorgabe ausgetragen.
Jeder Partner spielt mit seinem Ball jeweils jedes Loch zu Ende oder hebt den Ball auf, wenn er keinen Punkt mehr machen kann. Beide Scores werden aufgeschrieben, aus denen dann die Stableford-Punkte errechnet werden. Dann werden die Punkte beider Partner addiert und in die Scorekarte eingetragen. Gewinner ist die Paarung mit der addierten höchsten Punktzahl nach der vorgeschriebenen Runde. Da jeder seinen Ball spielt und volle Vorgabe gegeben wird, ist dieser Vierer vorgabewirksam (= handicapwirksam).
Beachten Sie aber, dass Sie sich bei diesem Wettspiel mit ihrem Partner beraten dürfen, trotz Vorgabewirksamkeit.


Tiger und Rabbit

Tiger und Rabbit ist in vielen Clubs ein beliebtes Spiel.
Beabsichtigt ist, Anfänger (Rabbits) mit geübten Spielern (Tigers) zusammenspielen zu lassen, beide bilden ein Team.
Meistens können zu diesem Turnier Spieler mit Platzreife melden. Auf diese Weise wird ihnen die Möglichkeit gegeben, im Turnier ihr Handicap zu erlangen.

ProAms
ProAms (Professional und Amateure) sind Team-Spiele, in denen ein Pro mit bis zu drei Amateuren spielen.
Es gibt mehrere Varianten von Spielen. Die Wertung erfolgt für den Pro, die Amateure und für das gesamte Team gesondert.
Der Sinn dieses Spiels ist nicht unbedingt zu siegen, sondern vielmehr das Spiel eines Pros während eines Wettkampfes hautnah zu studieren und so von seinem Können zu profitieren.

GOLF VON A-Z

A

Abschlag
Als Abschlag bezeichnet man den Ort, wo das zu spielende Loch beginnt.Der Abschlag ist meistens eine erhöhte Rasenfläche. In der gängigen Golfsprache steht auch das Wort Tee für Abschlag.

Alignement/Ausrichten des Körpers
Die Körperstellung des Spielers parallel zur gedachten Linie zum Ziel (auch „ball-to-target-line“
genannt).

All square/unentschieden
Ein Begriff beim Lochwettspiel. Bedeutet unentschieden.

Albatros
Wenn ein Golfer auf einem Par-5-Loch mit nur zwei Schlägen einlocht, bezeichnet man dieses als Albatros.

Ansprechen des Balls
“Ansprechen des Balles” heißt nicht, dass man sich mit dem Ball unterhält. Es bedeutet vielmehr, das der Spieler seine Position vor dem Schlag einnimmt.

Approach
Annäherungsschlag. Kurzer hoher Schlag zur Fahne.

Apron/Vorgrün
Das Vorgrün gehört laut Regel nicht zum Grün. Es ist fast so kurz geschnitten wie die Grüns.

AS
Ein “AS” kann man auch als Hole-in-one bezeichnen. Dies bedeutet, dass auf einem Par-3-Loch der erste Schlag im Loch landet.

Aufteen/to tee
Den Ball auf das Tee legen.

Augusta (Georgia/USA)
Hier findet eines der berühmtesten Profi-Turniere der Welt statt, das Masters. Allein eine Einladung zur Teilnahme gilt als Auszeichnung. Bernhard Langer gewann dieses Turnier 1985 und 1993. Das Masters wurde 1934 zum ersten Mal ausgetragen. Der Sieger erhält für ein Jahr das „green jacket“.

Aus/out of bounds (Regel 27)
Der Ball darf im Aus nicht gespielt werden. Das Suchen ist nicht verboten, kann aber als Spielverzögerung bestraft werden.

B

Backspin
… ist der Rückwärtsdrall eines Balles durch abwärtsgehenden Schlägerkopf zum Ball. Der “Backspin”
verhindert unkontrolliertes Ausrollen des Balles auf dem Grün.

Back door/Hintertür
Fällt ein Ball von der hinteren Lochkante aus ins Loch, spricht man von einem Putt, der durch die Hinter- oder durch die Küchentür fällt.

Back nine/die hinteren neun Löcher
Die zweiten neun Löcher eines 18-Loch-Platzes.

Bag

Bag ist die Golftasche, in der alle Schläger sowie Zubehör wie Bälle, Tees, Pitchinggabel etc. aufbewahrt und auf der Golfrunde transportiert werden.

Ball
Alle Golfbälle, die mit einem X gekennzeichnet sind, dürfen nicht in einem Turnier gespielt werden.
Der Golfball sollte einen Durchmesser von nicht weniger als ca. 42,67 mm haben und nicht mehr als 45,93 g wiegen.

Ballangel
Eine Ballangel benötigt der oder die Golfspieler/in um den Ball aus einem Wasserhindernis zu angeln.

Ball-Marker

Ein Ball-Marker wird zur Kennzeichnung des Balles auf dem Grün benötigt. Hierzu kann entweder ein Geldstück oder ein “Knopf” vom Golfhandschuh verwendet werden.

Birdie
Schafft es der Spieler, das Loch mit einem Schlag unter Par den Ball einzulochen, so hat er ein Birdie gespielt.

Bisque/Fachausdruck
Kommt nur beim Freundschaftsspiel oder auf der Privatrunde vor. Ein Vorgabeschlag, den der Spieler an jedem x-beliebigen Loch nehmen kann, unabhängig vom Schwierigkeitsgrad des einzelnen Loches.

Boden in Ausbesserung

Bezeichnet eine mit blauen Markierungen gekennzeichnete Fläche, auf der Platzarbeiten stattfinden.
Liegt ein Ball auf einer solchen markierten Fläche, muss er straflos außerhalb der Fläche fallen
gelassen und von dort weitergespielt werden.

Bogey
Beenden wir ein Loch mit einem Schlag über Par, so haben wir einen “Bogey” gespielt. Zwei Schläge über Par heißen Doppel-Bogey und drei Schläge über Par nennt man Triple-Bogey.

Bunker
Der Bunker ist kein Schutzraum, sondern ein Hindernis auf dem Fairway oder um das Grün herum.
Er ist meistens mit Sand gefüllt und soll unser Spiel erschweren.

C

Caddie
Er begleitet einen Spieler, trägt ihm die Tasche oder zieht ihm die Golfkarre. Bei der Wahl des Schlägers und bei der zu spielenden Linie darf er den Spieler beraten. Der Name Caddie stammt aus dem Französischen, und zwar von Cadet = Bursche.

Carry/Flugweite des Balles
Die Strecke, die der Ball effektiv fliegt.

Casual water/zeitweiliges Wasser
Wenn z. B. nach lang andauernden Regenfällen Pfützen auf dem Platz stehen. In diesem Fall darf der Spieler straffrei den Ball an anderer Stelle fallen lassen (Regel 25–1a).

Center shaft/Fachausdruck
Putter, bei denen der Schaft in der Mitte des Schlägerkopfes sitzt und nicht an der Ferse.

Chip
Der kleinste Annäherungsschlag zum Grün. Der Ball ist nur kurze Zeit in der Luft und rollt den größten Teil der zu überwindenden Distanz zum Loch.

Choke down/verkleinern
Der Spieler fasst den Schläger kürzer und erhält dadurch mehr Kontrolle über den Schlag. Der Ball fliegt nicht so weit und so hoch wie bei einem normal lang gefassten Schläger.

Compression/Kompression
Die elastische Gestaltsveränderung des Balles beim Auftreffen des Schlägerkopfes. Der härteste Ball ist mit „C 100“ in schwarzer Schrift und der weichste mit „C 80“ in grüner Schrift gekennzeichnet. Damen bevorzugen oft den „C 90 rot“.

Course-Marshal/Ordnungshüter
Er wird bei großen Turnieren eingesetzt.

Cut/Fachausdruck
„Den Cut schaffen“ heißt, sich für die letzte oder letzten Runden eines Zählwettspiels zu qualifizieren.
D

Dimples
Dimples sind die kleinen Dellen des Golfballes. Ein einziger Ball kann bis zu 500 Dimples haben. Sie dienen dem Auftrieb und dem genauen Flug des Balles. Je tiefer die Dimples sind, desto flacher ist die Flugkurve.

Divot
Ein vom Schlägerkopf herausgeschlagenes Grasstück. Es gehört zur Etikette das Divot zurückzulegen und festzutreten.

Dogleg
Als Dogleg bezeichnet man eine Spielbahn, die in Form eines Hundebeines angelegt ist. Meist nach dem ersten Schlag macht die Spielbahn einen Knick nach links oder rechts. Von dort hat man Sicht auf das Grün.

Down
Anzahl der Löcher, die ein Spieler beim Lochspiel hinten liegt.

Draw
Kontrollierter Schlag. Der Ball macht in seiner Flugbahn eine leichte Kurve von rechts nach links. Nach dem Aufprall hat er eine längere Ausrollphase.

Drive
Als Drive wird der Schlag mit dem Driver bezeichnet.

Driver
Auch Holz 1 genannt. Der längste Schläger in der Tasche. Der Driver wird für weite Abschläge verwendet.

Driving Range
Die Driving Range ist der Übungsplatz für Anfänger und Profis. Sie dient zum Trainieren und Warmspielen.

Droppen
In unspielbarer Lage kann mit Strafschlag im Umkreis von zwei Schlägerlängen (nicht näher zum Loch) der Ball gedroppt werden. Dabei muß der Spieler aufrecht stehen und den Ball mit ausgestrecktem Arm in Schulterhöhe fallen lassen.

Dropping Zone
Um den Spielverlauf fließend zu halten, wurden an sehr mühsamen Hindernissen auf manchen Platzen markierte Zonen angelegt. Dort wird der Ball innerhalb der Markierung gedroppt.

E

Eagle
Zwei Schläge unter Par 4 und Par 5. Beim Par-3-Loch ist der Begriff As oder Hole in one geläufiger.

EGA
Abkürzung für Europäischer Golfverband. Er wurde 1937 gegründet.

Ehre
Die Ehre entscheidet, wer als erster abschlägt. Am 1. Tee schlägt meistens der Spieler mit dem niedrigsten Handicap ab. Danach hat der die Ehre, der am letzten Loch den niedrigsten Score spielte.

Eisen
Eisen sind alle Schläger, die kantige Metallköpfe haben. Die Schläger sind von 1- 9 nummeriert. Eisen 1 hat die weiteste Flugbahn, Eisen 9 verwendet man für kürzere Schläge. Weitere Eisen sind das Pitching-Wedge (PW) für Annäherungsschläge und das Sand-Wedge (SW) für Bunkerschläge.

Equity/Billigkeit
Tritt ein Regelproblem auf, das nicht in den Golf- oder Platzregeln berücksichtigt ist, muss nach Billigkeit entschieden werden. Manche Spieler sprechen auch von der Fairness-Regel.

Etikette
Als Etikette bezeichnet man die Verhaltensregeln auf dem Golfplatz. Hier werden 3 Arten unterschieden:

1. Sicherheit und Rücksichtnahme 2. Vorrecht auf dem Golfplatz 3. Schonung der Spielanlage.

Extra holes/Extra-Löcher
Eine Form der Spielverlängerung; Löcher, die nach der vorgesehenen Rundenzahl eines Turniers gespielt werden, um den Sieger zu ermitteln, wenn zwei oder mehrere gleiche Ergebnisse vorliegen.

F

Fade
Kontrollierter Schlag. Im Gegensatz zum Draw fliegt beim Fade der Ball eine leichte Kurve von links nach rechts. Nach dem Aufprall rollt der Ball nur noch gering aus.

Fahne
Auch Pin, Flagge oder Stock genannt. Die Fahne zeigt uns meistens weit sichtbar die Lage des Loches auf dem Grün.

Fairway
Als Fairway bezeichnet man die Spielbahn zwischen Abschlag und Grün. Das Fairway ist kurzgemäht.

Fat/fett
Der Schlägerkopf trifft den Boden zu früh und nicht, wie geplant, zuerst den Ball und dann den Boden.

Featherie
Die älteste Herstellungsform des Golfballes. Federn wurden gekocht und in einen Lederbeutel gestopft, der dann zugenäht wurde. Der Featherie wurde 1618 von James Melvill erfunden. In Europa ist ein Featherie im spanischen Club de Golf Valderrama im clubeigenen Museum zu sehen.

Finish
Die Endstellung des Durchschwungs.

Flaggenstock/flagstick
Normalerweise beträgt seine Länge 180 m und an seinem oberen Ende hängt eine Fahne. Durch die Fahne weiß der Spieler, wo das Loch gesteckt ist.

Flight
Eine Golfrunde darf von maximal 4 Spielern bestritten werden. Diese 4 Spieler bilden einen sogenannten Flight. Auch 2 oder 3 Spieler bilden einen Flight. Flyer (Umgangssprache: „Flieger“) Ein Ball, der über das Ziel hinaus fliegt. Das kann z. B. passieren, wenn er aus hohem Rough gespielt wird. Durch den weichen Untergrund ist der Ballkontakt nicht optimal, dadurch bekommt der Ball zu wenig Backspin und fliegt zu weit.

Fore!
Ein Spieler ruft laut “FORE!”, wenn sein Ball verschlagen ist und die Gefahr besteht andere Spieler zu treffen. Sobald man auf dem Platz Fore hört, heißt es Achtung.

Forward press/Fachausdruck
Die erste Bewegung beim Rückschwung ist ein leichter Druck nach vorne. Die Hände, Arme und das rechte Knie sind beteiligt – nicht die Hüfte.

Free drop/straffreies Fallenlassen
Der Spieler darf in einigen Situationen den Ball innerhalb einer Schlägerlänge straffrei fallen lassen, z. B. bei unbeweglichen Hemmnissen oder bei Junganpflanzungen.

Front nine
Die ersten neun Löcher eines 18-Loch-Platzes.

G

Gimme
Geschenkter Putt. Wenn der Ball nahe am Loch liegt, kann dem Gegner beim Lochwettspiel der letzte Schlag geschenkt werden. Das heißt, der Spieler muß den Schlag nicht mehr ausführen, weil wir davon ausgehen können, dass er den Ball einlocht. Aber er wird als Schlag gewertet. Bei vorgabewirksamen Tournieren darf nie ein Putt geschenkt werden.

Greenfee
Spiel- oder Platzbenutzungsgebühr für clubfremde Golfspieler.

Greenkeeper
Der Greenkeeper pflegt den Golfplatz. Er sorgt dafür, dass der Abschlag, das Fairway sowie das Grün in Ordnung ist.

Ground under repair
… ist der englische Ausdruck für: Boden in Ausbesserung.

Grün
Kurzgeschnittene Rasenfläche am Ende des Fairway. Auf dem Grün ist das Loch mit der Fahne, in das der Ball geputtet werden muß.

H

Handicap
Das Handicap sagt etwas über die Spielstärke des Golfers aus. Benötigt einSpieler pro Loch zwei Schläge mehr als Par, so hat er Handicap 36. Handicap wird auch als Vorgabe bezeichnet.

Hole
Hole ist der englische Ausdruck für (Golf-)Loch. In der Golfersprache wird die gesamte Spielbahn auch als Hole bezeichnet.

Hole in one
siehe auch AS.

Holz
Als Holz oder Hölzer werden Schläger bezeichnet, die früher aus Holz gefertigt wurden. Hölzer werden für lange Distanzen verwendet.

Hook
Hook ist ein ungewollter Fehlschlag. Die Flugkurve verläuft zuerst nach rechts und dreht dann scharf nach links ab.

I

Identifizieren/identify
Der Spieler ist verantwortlich, dass er den richtigen Ball spielt. Trägt der Ball eine persönliche Markierung, kann es zu keiner Verwechslung kommen (Regel 12–2).

Impact/Treffmoment
Der Moment des Kontaktes von Schlagfläche und Ball.

Indoor/Halle
Überdachte Trainingsmöglichkeiten.

Inserts
Weiche Einsätze, entweder flächenfüllend oder als kleine Einlage auf der Schlagfläche des Putters.

Initial velocity/Anfangsgeschwindigkeit
Anfangsgeschwindigkeit des Balles beim Abschlag. Sie darf 76,2 m pro Sekunde nicht überschreiten.

J

Jerk/Fachausdruck
Eine plötzlich auftretende, ruckartige Bewegung im Schwung, die den Rhythmus stört.

K

Kippen/to dip
Die linke Schulter sackt beim Rückschwung ab, anstatt sich zu drehen.

Kolven
In Holland wurde früher ein golfähnliches Spiel gespielt: Kolven. Anhand von Kacheln und Kirchenfenstern kann seine Geschichte bis 1296 zurückverfolgt werden. Die Holländer behaupten, dass das Golfspiel sich aus dem Kolven heraus entwickelt hat und beanspruchen deshalb, die Erfinder des Golfspiels zu sein.

Kompression
Härte des Golfballes.

Knock-out-tournament/Lochwettspiel oder K.o.-System
Wie beim Tennis kommt nur der Sieger eine Runde weiter.


L

Laminated/geklebt
Man spricht von „laminated woods“, wenn die Holzköpfe der Schläger aus dünnen Holzschichten zusammengeklebt sind.

Lateral water/seitliches Wasser
Hindernis. Weltweit durch rote Pfähle gekennzeichnet(Regel 26).

Leader board/Anzeigetafel
Bei großen Turnieren kann auf einer Anzeigetafel der aktuelle Stand des Turniers verfolgt werden. Rote Zahlen zeigen an, welcher Spieler besser als Par, grüne Zahlen, wer Par gespielt hat. Nach Beendigung jedes Lochs wird das „leader board“ entsprechend den Angaben über Funk geändert, so dass der Zuschauer immer genau weiß, was auf dem ganzen Platz passiert.

Lesen des Grüns/reading a green
Der Spieler versucht, herauszufinden, wie der Weg zum Loch verlaufen wird: Gibt es Neigungen, die zu berücksichtigen sind? Wie ist der Wuchs des Rasens? Handelt es sich um ein schnelles oder langsames Grün? etc.

LGU
Abkürzung für Ladies Golf Union, die 1893 gegründet wurde.

Lie/Anstellwinkel
Winkel zwischen dem Schaft und der ganzen Sohle des Schlägerkopfes am Boden.

Links/Dünenplätze
Golfplätze, die auf dünenartigem Gelände gebaut sind.

Lip/Rand
Obere Kante des Lochs.

Lob
Ein hoher, kurzer Annäherungsschlag zum Grün. Gute Spieler nutzen den Lob auch, um hohe Hindernisse zu überwinden.

Local rules/Platzregeln
Sie werden vom Spielausschuss eines Clubs herausgegeben, um den momentanen Bedingungen des Platzes gerecht zu werden.

Lochspiel/matchplay
Der Spieler, der mehr Löcher gewonnen hat als noch zu spielen sind, ist der Gewinner. Liegt ein Spieler z. B. nach dem 17. Grün mit zwei gewonnenen Löchern vorne, hat er das Spiel gewonnen, da nur noch das 18. Loch zu spielen bleibt. Es gibt auch Lochspiele, die über 36 Löcher ausgespielt werden.

Loch
Das große Ziel aller Golfer hat einen Durchmesser von 10,8 cm. Auch die gesamte Spielbahn wird als Loch bezeichnet (siehe auch Hole).

Loft
Loft in der Neigungswinkel der Schlagfläche in Grad. Er ist ausschlaggebend dafür, wie hoch und weit der Ball fliegt.

Longest Drive
Die Übersetzung hierfür heißt: längster Schlag mit dem Driver. In einigen Turnieren wird an besonderen (üblicherweise ein Par-5-Loch) Löchern eine Sonderwertung für den Longest Drive vergeben.

Lose, hinderliche Naturstoffe/loose impediments
Beispielsweise lose Steine sowie Blätter und Zweige, die nicht angewachsen sind,
dürfen überall straflos entfernt werden, außer in den Hindernissen (Regel 23–1
und Erklärung 23).

LPGA

Abkürzung für Ladies Professional Golf Accociation. Der Verband der weiblichen Professionals wurde 1950 in den USA gegründet.

Luftschlag/air shot

Der Spieler schlägt am Ball vorbei. Obwohl er den Ball nicht getroffen hat, wird der Schlag gezählt. Die Absicht ist entscheidend. Er wollte den Ball treffen!
M

Markieren/to mark

Der Ball kann auf dem ganzen Platz markiert werden, wenn es die Regel 20–1 erlaubt. Die Markierungsmarke liegt immer hinter dem Ball! Zuerst wird markiert und dann der Ball aufgehoben.

Matchplay/Lochspiel

Siehe „Lochspiel“.

Mayors

Die vier größten und renommiertesten Golfturniere der Welt: das Masters, die British Open, das US PGA Championship und die US Open.

Medal tees/Turnierabschläge

Die Wettspielabschläge entsprechen der genauen Vermessung des Platzes. Nur Turniere, bei denen von den „medal tees“ gespielt wird, sind vorgabewirksam.

Mulligan

Üblicherweise bei Privatrunden angenommene Praxis am ersten Abschlag straflos einen zweiten Ball zu spielen, wenn z.B der erste Ball im Aus landet. Die Idee hierfür stammt von einem Iren namens Fergus O’Shaugnessy Mulligan.

N

Nearest to the pin

Ähnlich wie beim “Longest Drive” ist dies eine Sonderwertung bei Turnieren. Nearest to the pin wird aber bei Par-3-Löcher gewertet.

Neck/Nacken

Der Teil des Schlägers, an dem der Schaft mit dem Schlägerkopf verbunden ist.

Netto/net

Anzahl der Schläge, die der Spieler auf der vollen Runde gespielt hat, abzüglich seines Handicaps.

Neunzehntes Loch (19.Loch)

Scherzhafte Bezeichnung für das Clubhaus bzw. die Clubhaus-Bar. Hier trifft man sich nach der Golfrunde zum gemütlichen Beisammensein.

O

Oversize

Golfschläger (Hölzer, Eisen und Putter) mit einem extra großen Schlagkopf werden als Oversize-Schläger bezeichnet. Sie sind besonders für Anfänger gut geeignet.

Overspin/Vorwärtsdrall

Zu wenig Backspin (siehe „Spin“)

P

Par

Der Begriff Par stammt von dem lateinischen Ausdruck pari (gleich) und sagt dem Golfer, wieviele Schläge er idealerweise benötigen soll. Es gibt drei offizielle Schlagarten für ein Loch:

1. Par 3
2. Par 4
3. Par 5

Pin

siehe auch Fahne.

Pitch

Kurzer und (meistens) hoher Annäherungsschlag an die Fahne. Der Schlag wird üblicherweise mit einem Wedge (Pitching-Wedge) ausgeführt.

Pitching-Grün

Ein Teil der Driving Range. Zum Üben von kurzen Schlägen (Pitch).

Pitching-Gabel

Die Pitching-Gabel wird zum Ausbessern von Pitching-Marken auf dem Grün verwendet. Die Pitching-Marken (Einschlagloch) werden durch den Aufprall von hohen Pitches verursacht.

Platzerlaubnis (PE)

Die Platzerlaubnis (auch Platzreife genannt) benötigt ein Golfer, um auf einem Golfplatz spielen zu können. Hierfür sind theoretische (Golf- und Etikette-Regeln) sowie praktische Kenntnisse erforderlich. PE wird von Golflehrern erteilt.

Platzregeln

Die meisten Golfplätze haben zu den allgemeingültigen Golfregeln noch eigene Platzregeln, um platzspezifische Umstände zu berücksichtigen. Die Platzregeln sind entweder auf der Score-Karte oder an einer Tafel vermerkt.

Platzstandard

Der Platzstandard ergibt sich aus der Länge aller Spielbahnen und liegt gewöhnlich zwischen 68 und 74.

Proette

Weibliche Form von Professional.

Professional

Englischer Begriff für Berufspieler oder Golflehrer.

Provisorischer Ball

Wenn wir einen Ball verschlagen haben, und nicht sicher sind den Ball zu finden, spielen wir direkt einen weiteren Ball, den sogenannten provisorischen Ball. Wird der erste Ball innerhalb von fünf Minuten nicht gefunden, wird der provisorische Ball gespielt.

Putt

Der Schlag auf dem Grün zum Loch hin nennt man Putt. Hierzu verwendet man einen besonderen Golfschläger, den Putter.

Putter

Der Putter ist ein besonderer Golfschläger, der nur auf dem Grün verwendet wird. Mit dem Putter versuchen wir mit möglichst wenigen Schlägen den Ball in das Loch auf dem Grün zu spielen.

Putting-Grün (Putting-Green)

Das Putting-Grün ist der Übungsplatz zum Putten. Auf dem Putting-Grün sind verschiedene Löcher, die sich durch unterschiedliche Lagen und Distanzen unterscheiden.

R

R & A

Abkürzung für Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews. Der Golfclub liegt an der schottischen Nordseeküste nördlich von Edinburgh und ist der älteste der Welt (1725 gegründet).

Recovery/Fachausdruck

Schlag aus einem Hindernis oder einer schwierigen Lage, der sehr gut gelingt.

Referee/Schiedsrichter

Rim out/Fachausdruck

Wenn der Ball den Rand des Loches berührt, aber nicht hineinfällt.

Rookie of the year/Aufsteiger des Jahres

Titel für den besten Neuling.

Rabbit

Rabitt ist das englische Wort für Kaninchen. In der Golfsprache wird ein Anfänger Rabbit genannt, der noch kein Handicap erspielt hat.

Rote Markierung

Seitlich vom Loch liegende Hindernisse sind mit roten Pfählen markiert. Der Ball kann direkt (ohne Schläger-Boden-Kontakt) gespielt werden oder mit einem Strafschlag regelgerecht neben dem Hindernis gedroppt und gespielt werden.

Rough

Bezeichnung für naturbelassene Flächen auf dem Golfgelände. Das Rough verläuft entlang der Fairways und besteht aus Gras, Büschen oder Bäumen.

Rückschwung/Backswing

Rules of golf/Golfregeln

Die ersten Golfregeln verfasste die Honourable Company of Edinburgh Golfers im Jahre 1744. Seit 1754 ist der „Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews“ der Schützer und Herausgeber des Regelwerkes.

Runde/round of golf

Eine Runde Golf besteht aus 18 Löchern.

Ryder Cup

Das größte Golfturnier der Welt. Gilt als die Olympiade der Golfer. Der Brite Samuel Ryder kreierte diesen Mannschaftskampf 1927 für die besten zwölf Professionals Amerikas, Großbritanniens und Nordirlands. 1979 nahmen zum ersten Mal Spieler vom europäischen Kontinent teil. 1997 wurde der Ryder Cup erstmalig
auf europäischer Seite außerhalb Großbritanniens ausgespielt. Die Europäer siegten im spanischen Club de Golf Valderrama nach einer dramatischen Aufholjagd des amerikanischen Teams. Der Ryder Cup wird alle zwei Jahre ausgetragen.

S

Sand-Wedge

Das Sand-Wedge ist ein Spezialschläger um den Ball, vorwiegend aus Sandbunkern, zu spielen. Ein Sandeisen hat 52 bis 54 Loft.

Sand-trap/Sandbunker

Die Amerikaner nennen einen Sandbunker bevorzugterweise „sand-trap“.

Schlag/shot

Die Vorwärtsbewegung des Schlägers mit der Absicht, den Ball zu treffen. Stoßen, Kratzen oder Schlenzen sind keine Schläge und auch nicht erlaubt (siehe Erklärung und Regel 14–1).

Schlägersatz/set of clubs

14 Schläger sind ein Satz und die im Golfspiel erlaubte Höchstzahl. Man darf aber auch mit weniger Schlägern spielen, zu viele dagegen werden mit Disqualifikation bestraft (Regel 4–4a).

Schlägerkopfgeschwindigkeit/head-speed

Das durchschnittliche Schwungtempo bei den Professionals liegt bei ca. 170 km/h.

Score

Als Score wird das Schlagergebnis an einem Loch und die Summe aller Schläge auf allen Fairways am Ende der Golfrunde bezeichnet.

Schwanken/to sway

Ein Spieler schwankt, wenn er beim Schlagen seinen Körper zur Seite schiebt und ihn nicht in der Achse dreht.

Schwungbahn/swing path

Die Bahn, die der Schlägerkopf um den Körper des Spielers nimmt.

Schwunggewicht/swing weight

Schlägerkopfgewicht im Verhältnis zum Griff.

Score/Ergebnis

Ergebnis an einem Loch, aber auch die Summe aller Schläge auf der gespielten Runde.

Score-Karte/Zählkarte

Vorgedruckte Karte, auf der der Score aller Löcher einzeln eingetragen wird. Die Score-Karte enthält Informationen über die Länge der einzelnen Löcher und ihren Schwierigkeitsgrad. Die Rückseite wird gern zum Drucken von Platzregeln, einer Platzskizze und der Golfetikette benutzt.

Scratch-Golfer/Nullspieler

Ein Spieler mit Handicap 0. Der Scratch-Golfer spielt eine Runde Golf in Par.

Semi-Rough

siehe auch Rough. Das Semi-Rough ist eine abgeschwächte Art des Roughes. Aus dem Semi-Rough läßt es sich leichter weiterspielen.

Seeded draw/gesetzte Spieler

Die besten Spieler werden wie im Tennis vor der Auslosung gesetzt, damit sie erst in späteren Matches aufeinander treffen und nicht bereits in den ersten Runden eines Turniers.

Semi-rough/milderes Rough

Halbhohes Rough: die Fläche, die zwischen dem Fairway und dem naturbelassenen Rough liegt. Das „semi-rough“ wird gemäht.

Set-up/Ansprechposition

Siehe „Ansprechen“.

Shaft/Schaft

Der Teil des Golfschlägers zwischen Griff und Schlägerkopf. Schäfte können aus verschiedenen Materialien sein: Graphit, Stahl, Aluminium, bei Puttern heutzutage auch wieder aus Holz.

Shank/misslungener Schlag

Auch „socket“ genannt. Ein misslungener Schlag, der den Ball fast rechtwinklig vom Schläger wegfliegen lässt. Der Ball wird unabsichtlich mit dem Schaft oder Hals des Schlägers getroffen.

Short/kurz

Wenn der Ball nicht bis auf die Höhe des Ziels geflogen oder beim Putten gerollt ist. In der Umgangssprache heißt es: Er hat ihn kurz gelassen.

Short game/kurzes Spiel

Dazu gehören: Putten, Chippen, Pitchen und Bunkerschläge.

Singles/Einzel

Zwei Spieler kämpfen nach den Regeln von Loch- oder Zählspiel gegeneinander.

Skins game/„Groschenpott“

Bei diesem Austragungsmodus gewinnt der Spieler das Loch, der besser scored als alle anderen seiner Gruppe. Bei zwei gleichen Ergebnissen an einem Loch gibt es dann einen „skin carry over“, (Einsatz, der mitgenommen wird) bis ein Spieler wieder ein Loch allein gewinnt. Das „skins game“ wird oft bei
Wohltätigkeitsturnieren gespielt.

Slice

Meist ungewollter Fehlschlag. Der Ball fliegt angeschnitten zunächst etwas nach links, dreht dann jedoch scharf nach rechts ab. Verursacht wird dies durch eine offnene Schlagfläche im Treffmoment.

Spielbahn/hole

Vom Abschlag bis zum Loch.

Spin/Drall

Ein Golfspieler kann seinen Ball mit Rückwärts-, Vorwärts-oder seitlichem Drall spielen.

Stableford

Art der Zählweise bei Wettspielen. Es werden nicht die Schläge gezählt, sondern in Abhängigkeit des Handicaps und Anzahl der benötigten Schläge werden Punkte vergeben.

Stand/stance

Die Position der Füße, der Hüfte und der Schultern zur Vorbereitung des Schlages.

Strafschlag/penalty stroke

Bei einem Regelverstoß muss der Spieler sich einen, maximal zwei Schläge dazuzählen.

Stroke/Schlag

Siehe „Schlag“.

Stroke play/Zählspiel

Siehe „Zählspiel“.

Sudden death/Fachausdruck

Ein Stechen als „sudden death“ wird nach einem Unentschieden durchgeführt. Sind zwei Spieler beteiligt, dann gewinnt derjenige, der bei einem Zusatzloch das bessere Ergebnis spielt. Es können mehrere Spieler ins Stechen kommen. Das jeweils schlechteste Ergebnis scheidet aus.

Surlyne/Naturkautschuk

Es gibt Bälle, die eine Surlyne-Schale haben. Sie ist im Gegensatz zur Balata-Schale recht strapazierfähig.

Sweet-Spot/Fachausdruck

Die ideale Stelle auf dem Schlägerblatt für den Ballkontakt.

T

Takeaway/Fachausdruck

Die ersten 15 bis 20 cm des Rückschwungs.

Target golf/Fachausdruck

Bedingungsloses Anspielen der Fahne.

Tee

Kleiner Holz- oder Plastikstift, auf den der Ball ausschließlich beim Abschlag gesetzt wird. Auch anderes Wort für den Bereich des Abschlages.

Tee/Abschlagfläche

Nur auf dem Abschlag/Tee darf der Spieler seinen Ball auf ein Holz- oder Plastiktee legen, dadurch ist die Lage des Balles optimal.

Tee-Time

Abschlagzeit. Uhrzeit, zu der die Spieler am 1. Abschlag die Golfrunde beginnen.

Temporary green (Umgangssprache: „Wintergrün“)

Wird ein Grün auf dem Platz gesperrt, wird normalerweise ein Ersatzgrün hergerichtet, um den Spielbetrieb nicht zu stören. Man spricht dann von Winter-oder provisorischem Grün.

Texas wedge

Die Amerikaner nennen ihren Putter, wenn er vom Vorgrün, aus dem Bunker oder sonst im Gelände gespielt wird „Texas wedge“.

Timing/Fachausdruck

Hat ein Spieler einen harmonischen Schwung, so dass der Körper sich in der richtigen, zeitlich abgestimmten Reihenfolge bewegen kann, spricht man von gutem Timing.

Toe (Umgangssprache: „Spitze“)

Der vordere Teil des Schlägerkopfes.

Top/toppen

Trifft das Schlägerblatt den Ball in der oberen Hälfte, ist der Ball dünn getroffen und löst sich nicht vom Boden. Er rollt nur.

Tot an der Fahne

Der Spieler hat seinen Ball so nah an die Fahne gespielt, dass der Putt als sicher eingelocht gilt.

Turf/Fachausdruck

Grasfläche. In Amerika gibt es seit einigen Jahren „turf business schools“. Das richtige Gras für einen Platz zu bestimmen erfordert heutzutage ein umfangreiches Wissen über „turf“.

Trolley / Trollies

Golfwagen, auch Caddie-Cart genannt, auf der die Golftaschen über den Platz gezogen werden.

U

Unbewegliches Hemmnis

Alles von Menschenhand Erschaffene auf dem Platz, wie künstliche Oberflächen, Begrenzungen von Wegen sowie Sprinklerdeckel, egal ob beweglich oder unbeweglich. Es darf straflos unter Regelbeachtung weitergespielt werden. Markierungen, die das Aus anzeigen gelten nicht als Hemmnis.

Unspielbar/unplayable

Der Spieler entscheidet, ob er seinen Ball in der bestimmten Lage spielen kann oder nicht! Der Spieler kann überall seinen Ball für unspielbar erklären – nur nicht im Wasserhindernis – und unter Hinzurechnen eines Schlages den Ball neu spielen. Siehe Regel 28, Ball liegt unspielbar.

Up

Anzahl der Löcher oder Einsätze, die ein Spieler beim Lochspiel vorn ist.

USGA

Abkürzung für United States Golfers Association. Amerikanischer Golfverband, der 1894 gegründet wurde.

V

Verlorener Ball/lost ball

Der Ball gilt als verloren, wenn er nach fünf Minuten nicht gefunden werden konnte (Regel 27).

W

Waggle

Kurze Pendelbewegung des Schlägerkopfes vor dem eigentlichen Schwung.

Wasserhindernis

Je nach Position ist ein Wasserhindernis gelb oder rot markiert. Innerhalb der Markierung darf der Schläger im Hindernis den Ball weder beim Ansprechen des Balles noch beim Probeschwung berühren. Besteht keine Chace den Ball herauszuspielen, erhalten wir unter Anwendung der Golfregeln einen Strafschlag.

Wedge

Schläger mit extrem geneigter Schlagfläche für hohe und kurze Flugbahnen. (siehe auch Sand-Wedge oder Pitching-Wedge)

Wintergrüns

Um die Grüns zu schonen, werden in kalten Klimaregionen gegen Saisonende auf den Fairways Wintergrüns angelegt.

Winterregeln

Aufgrund des Wetters und der Jahreszeit wird mit Besserlegen gespielt. Eine vorübergehende Regelung erlaubt es, den Ball zu markieren, sauber zu machen und innerhalb einer Zählspiel-Karte in eine bessere Lage auf das Fairway zu legen.

Whipping/Fachausdruck

Gibt es nur bei Hölzern. Es ist sozusagen eine Bandage, die zur Verstärkung des Schlägers gewickelt wird, und zwar an der Stelle, wo der Schaft in den Holzkopf übergeht.

Y

Yard

Maßeinheit im englischsprachigen Raum für Entfernungsangaben:

1 Yard = 0,9144 Meter.

Yips/Fachausdruck

Eine Verkrampfung der Arme beim Putten, so dass der Spieler keine harmonische Puttbewegung ausführen kann. Bernhard Langer hat diese gefürchtete Putt-Krankheit zweimal überwunden. Er machte damit vielen Amateuren und Kollegen Mut.

Z

Zählwettspiel

Bei dieser Wettspielart wird an jedem Loch die Schlagzahl in die Score-Karte eingetragen. Die Summe aller Schläge an den gespielten Löchern ergibt das Bruttoergebnis im Zählspiel. Beim Nettoergebnis wird das Bruttoergebnis um das Handicap des Spielers bereinigt.

Zeitweiliges Wasser/casual water

Vorübergehende Wasseransammlung auf dem Platz. Der Ball darf straflos gedroppt werden. Siehe Erklärung „Ball in ungewöhnlichen Bodenverhältnissen“ und die dazu passende Regel 25.